Spendenbetrag 2006 : 1100,00 €
Es war eine wunderbare Sache, die wir alle mit dem Spendengeld bewirkten. Sicher - es war nur eine kleine Sache.
Aber den 22 Jungs in dem Waisenhaus im Alter von 4 bis 14 haben wir ein wenig Aufmerksamkeit gegeben und Momente von Freude und Zufriedenheit und vielleicht auch Momente des Glücks geschenkt.
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Nach meiner Ankunft in Sri Lanka besuchte ich in Begleitung eines Singhalesen das Heim, um zu sondieren, wie wir unsere Vorstellungen von Hilfe verwirklichen könnten. Gleich bei der Ankunft musste ich feststellen, dass alles genauso trostlos war wie im Jahr zuvor.
Durch den lang anhaltenden Monsunregen in den Vormonaten kam es zu einem Erdrutsch, der den Sanitärtrack im Waisenhaus zerstört hatte. Leider musste ich aber feststellen, dass die Spendengelder nicht ausgereicht hätten, um in diesem Fall helfen zu können.
Dennoch gab es noch mehr Probleme, wo wir helfen konnten. So einigte ich mich mit der Leiterin des Waisenhauses darauf, den völlig verdreckten Trinkwasserbrunnen mit Hilfe der Spendengelder reinigen zu lassen.
Da dieses Vorhaben aber doch erheblich mehr Mittel benötigte, als eingeplant war, entschloss ich mich, die Kinderparty in einem etwas kleineren Rahmen auszurichten.
Sauberes Trinkwasser hatte in diesem Augenblick die Priorität.
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Mit der Unterstützung meiner 4 singhalesischen und 2 deutschen Freunde konnte ich nun endlich die Organisation und Realisierung der Brunnenreinigung und des Kinderfestes angehen.
Für die Kinderparty wurden Chicken- und Beef-Sandwichs bereitet, Kuchen gebacken, Obst und Getränke gekauft, Luftballons aufgeblasen, die 22 Teddys wurden noch mal schick für die Kinder gemacht.
So gut vorbereitet konnten wir uns auf den Weg ins Waisenhaus machen, um die Kinderparty zu beginnen. An diesem Nachmittag regnete es leider, so dass die Party buchstäblich ins Wasser fiel und wir auf einen Raum ausweichen mussten. Für jedes Kind wurde extra eingedeckt: 1 Teller mit je einem Sandwich, einem Stück Kuchen, Bananen, Apfelsinen, Keksen und Bonbons. Dazu gab es dann noch für jeden Jungen einen jeweils anderen Fußball-Teddy. Die Getränke (Milch bzw. Orangensaft) suchten sich die Kinder selber aus.
Zu Beginn erklärte Saman (unser singhalesischer Freund) den Kindern, von wo wir kommen und wer das Geld gespendet hat. Danach sangen 4 Kinder jeweils ein Lied für uns. Diese Lieder erzählten von ihrem Leben, vom Frieden und, was uns besonders berührte, vom Tod ihrer Eltern, die größtenteils beim Tsunami im Dezember 2005 starben. Anschließend standen alle 22 Kinder auf und sangen gemeinsam noch ein Lied, mit dem sie „Danke" sagen wollten.
Dann wurde es ganz ruhig in dem Raum. Jedes dieser Kinder aß mit Bedacht die leckeren Sachen. Kaum ein Wort wurde gesprochen. Und mit der gleichen friedvollen Vorsicht bedeckten sie nach dem Essen die Reste auf dem Teller mit einer Papierserviette und brachten die Teller so geschützt vor dem Regen hinüber in ihren Schlafbereich zu ihren Schränken.
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Danach war auch die anfängliche Zurückhaltung verflogen und die Kinder nahmen uns an die Hand. Das geschah sehr vorsichtig. Zuerst berührten zaghaft ihre Finger unserer Hände, um dann wenige Augenblicke später richtig zu zugreifen und wortlos (auf Grund der Sprachbarriere) zogen sie uns in ihr „Wohnhaus".
Sie führten uns durch ihre Schlafräume und zeigten uns voller Stolz, wie sie leben. Für uns vier Deutsche (2 Freunde aus Nackenheim, mein Freund und ich) waren das sehr bewegende Momente.
Mit ihrer kindlichen Neugier und Offenheit nahmen sie uns schnell in Besitz und sagten damit mehr „Hallo" und „Danke", als es mit Worten möglich wäre. So viele dankbare und lachende Kinderaugen können nicht vergessen werden.
Wir vier und unsere singhalesischen Freunde und Helfer waren uns einig, dass das nicht das letzte Mal war, dass wir im Waisenhaus vorbei schauen würden.
Der Trinkwasserbrunnen wurde von einem Brunnenbauer in 2 Tagen gereinigt und hergerichtet. Während dieser Arbeiten war ich vor Ort, um den Fortschritt der Arbeit zu sehen. Nach 2 Tagen fuhren wir wieder ins Waisenhaus, um uns das Endresultat anzusehen. Der Brunnen war entschlackt, wild wachsende Tropenpflanzen im und um den Brunnen waren beseitigt. Das in den Brunnen einsickernde Grundwasser sah wieder besser aus. Zwar wäre es nach deutschen Maßstäben kein Trinkwasser für uns. Aber dort vor Ort, so wurde uns einmündig bestätigt, hätte das Wasser nach der Reinigung wesentlich mehr Qualität. Alle waren sehr glücklich nach langer Zeit wieder so sauberes Wasser zu haben.
Nach dem 2006 alles zu einem guten Ende gebracht werden konnte, bitte ich jetzt wieder alle:
Gebt etwas ab von Eurem Geld für dieses Waisenhaus. Dort liegt noch vieles im Argen: Nur ein kleiner Kühlschrank für 22 Kinder, keine vernünftigen Betten, ein defektes Dach, auch müssten die Schlafräume einen neuen Anstrich bekommen…
Kurz gesagt: es ist noch unendlich viel zu machen. Und um einen Teil davon zu bewerkstelligen, wird Eure Hilfe gebraucht. Und ich garantiere auch, dass Eure Spende direkt an Ort und Stelle ankommt und auch dort investiert wird. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, direkt zu sehen, was mit Eurem Geld passiert.
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In diesem Zusammenhang geht an die Schüler der Klasse 6 der Justus-von-Liebig Schule und an alle anderen großen und kleinen Spender ein herzliches „Dankeschön".
Wir haben versprochen, 2007 wieder zu kommen und den Kindern im Waisenhaus zu helfen.
Hier könnt Ihr Euch unser Spendenvideo anschauen
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Wie alles begann und was 2005 passierte, könnt Ihr hier nachlesen >>>














